Kanin-Hop

Kanin-Hop ist ein Sport zur gemeinsamen Beschäftigung von Mensch und Tier, denn bei diesem Sport wird eine besonders enge Bindung zum Tier aufgebaut.

Deshalb unterscheidet sich Kanin-Hop auch deutlich von der Zucht von Rassekaninchen für die Präsentation bei Ausstellungen. Während in der Rassekaninchenzucht alle Tiere zur Unterscheidung tätowiert werden, haben die Kanin-Hop-Kaninchen Namen, die ähnlich wie auch im Pferde-Reitsport mit beispielsweise „Deichkind“, „Flash“ und „Akita vom Vogelsberg“ recht ausgefallen sind.

Kaninchen sind sehr lernfähige Tiere, deren natürlicher Bewegungsdrang mit dieser Art von Beschäftigung im Einklang steht. Speziell hierfür trainierte Rassekaninchen springen über verschiedene Hindernisse und zeigen, dass nicht nur Turnierpferde Hürden meistern können. Bereits seit mehreren Jahrzehnten wird diese Sportart in den skandinavischen Ländern durchgeführt.

Die einzelnen Wettbewerbe beim Kanin-Hop werden durch speziell geschulte Schiedsrichter überwacht. Diese werden von den Landesverbänden des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) ausgebildet und geprüft. Auch im Kleintierzuchtverein K 49 Zierenberg sind mehrere Schiedsrichter/innen organisiert.

Die Kaninchen werden beim Kanin-Hop überwiegend an der Leine geführt, aber es gibt auch Wettbewerbe mit „offenen Parcours“, bei denen die Tiere ohne Leine neben ihrem Begleiter/ihrer Begleiterin herlaufen und springen. Bewertet werden die Zeit und die Fehler, mit der das Kaninchen die Wettbewerbsstrecke absolviert. Gestartet werden kann in der „Leichten Klasse“, „Mittelschweren Klasse“, „Schweren Klasse“ und „Eliteklasse“.

In Deutschland gibt es ein umfassendes Regelwerk für die Durchführung von Kanin-Hop-Wettbewerben. Hier hat selbstverständlich wie auch bei den Rassekaninchenausstellungen der Tierschutz einen sehr hohen Stellenwert.