Tischbewertung Rassekaninchen K 49 Zierenberg

27.11.2024

Standortbestimmung vor der Ausstellungssaison

Der Kleintierzuchtverein K 49 Zierenberg e.V. veranstaltete auf seinem Vereinsgelände an

der Dörnbergstraße in Zierenberg eine Tischbewertung. Die beiden Preisrichter Volker Weppler und Volker Günther (beide Ronshausen) bewerteten insgesamt 84 Rassekaninchen (69 Alttiere und 15 Jungtiere) zahlreicher Rassen und Farbenschläge von Züchtern des K 49 Zierenberg. Ausstellungsleiter war Hartmut Elsner (Niederelsungen).

Die Tischbewertung sollte für die Züchter eine Standortbestimmung sein und zeigen, auf welchem Zuchtstand sich die Ausstellungstiere befinden, bevor in den kommenden Wochen die großen regionalen und überregionalen Schauen anstehen. Hierzu gehören beispielsweise die Kreisschau des Kreisverbandes Hofgeismar-Wolfhagen am 30. November/1. Dezember 2024 in Oberelsungen, die Hessische Landesschau am 14./15. Dezember 2024 in Kassel oder die Bundes-Rammlerschau am 25./26. Januar 2025 in Magdeburg.

Die Bewertung bei dieser Tischbewertung erfolgte nicht wie sonst bei Ausstellungen, indem die Tiere in den Ausstellungsgehegen sitzen und dann die gesamte Ausstellung über dort verbleiben, sondern hier erschienen die Züchter im Laufe des Tages mit ihren Tieren, diese wurden dann bewertet und anschließend von den Züchtern sofort wieder in die heimischen Zuchtanlagen verbracht.

Nachteil einer Tischbewertung ist das fehlende Publikum, das bei einer öffentlichen Ausstellung große Freude an der Vielfalt und Schönheit der Rassekaninchen hat und die einzelnen Rassen und Farbenschläge, die in Deutschland zugelassen sind, kennenlernen kann. Dies ist natürlich bei einer vereinsinternen Tischbewertung nicht möglich. Der Vorteil einer Tischbewertung liegt aber darin, dass der Züchter bei der Bewertung seiner Tiere anwesend ist und somit von den Preisrichtern erfährt, welche Positionen des Tieres positiv und welche Positionen negativ sind bzw. was der Züchter in der Zucht verbessern sollte. Bei den herkömmlichen Ausstellungen sind außer den Helfern wie den Zuträgern der Tiere und der Ausstellungsleitung die Züchter bei den Bewertungen der Tiere selbst nicht anwesend und erfahren dann erst später nur anhand der Bewertungsurkunden die Ergebnisse. Diese sind jedoch teilweise sehr allgemein verfasst und es lässt sich oftmals nicht genau erkennen, was in der Zucht konkret verbessert werden sollte. Bei einer Tischbewertung dagegen kann die gesamte Bewertung verfolgt werden und die Preisrichter können auch an Ort und Stelle Rede und Antwort stehen bzw. ihre Entscheidungen hinsichtlich der Bewertungen begründen. Dies kann insbesondere für Jugendliche und Anfänger in der Zucht für die weitere Arbeit mit den Tieren enorme Vorteile haben. Weiterhin positiv ist diese Tischbewertung für das weitere taktische Vorgehen der Züchter für kommende Ausstellungen, denn durch diese Art „Vorbewertung“ der Tiere können dann die Züchter ihre Auswahl der Tiere sowohl für bevorstehende Schauen als auch die Zucht im kommenden Jahr etwas einfacher treffen.

Natürlich ging es auch um einen friedlichen Wettstreit unter den Vereinszüchtern, wer die besten Tiere bei dieser Tischbewertung präsentieren konnte. Jeder Züchter durfte beliebig viele Tiere einer Rasse bzw. eines Farbenschlages aus dem Zuchtjahr 2024 präsentieren, es wurden jedoch nur die besten sechs Tiere gewertet und die restlichen Tiere aus der Wertung herausgenommen.

Platz 1 belegte Hartmut Elsner (Niederelsungen) mit Zwergwidder weiß Blauaugen (579,5 Punkte) vor Kurt Ulott (Breuna) mit Zwergwidder thüringerfarbig und Werner Fricke (Burghasungen) mit Alaska (beide 577,5 Punkte). Dahinter folgte Helmut Pflüger (Burghasungen) mit Helle Großsilber (577,0 Punkte), Kurt Ulott mit Zwergwidder blau (576,0 Punkte) und Helmut Pflüger mit Weißgrannen (575,5 Punkte).

Daneben hatten Gerhard Pflüger Burghasungen mit Kleinsilber schwarz (51,3 Punkte) und Klaus Eichhorn-Götte (Breuna) mit  Zwergwidder havannafarbig (50,8 Punkte) jeweils noch Jungtiere ihrer Rassen zur Bewertung gestellt.

 

Preisrichter Volker Weppler bei der Bewertung von Kaninchen mehrerer Rassen und Farbenschläge. Im Hintergrund bewertet Preisrichter Volker Günther:

Preisrichter Volker Weppler bei der Bewertung eines Kaninchens der Rasse Helle Großsilber:

Preisrichter Volker Günther bei der Bewertung eines Kaninchens der Rasse Helle Großsilber:

Die Bewertung eines Kaninchens der Rasse Alaska durch Preisrichter Volker Günther verfolgt interessiert der Züchter Werner Fricke:

Die Preisrichter Volker Weppler und Volker Günther diskutieren über die Bewertung der positiven und negativen Positionen eines Rassekaninchens:

 

Texte und Bilder
Wolfgang Elias, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins K 49 Zierenberg

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